Backup Volumes im AFS
Niemand will Backups - alle wollen nur Restore.
Zum Beispiel für Home-Directories oder Projekt-Volumes bietet OpenAFS intern wunderbare Möglichkeiten: es unterstützt Backup-Volumes.
vos backup user.testuser erzeugt ein Backup des Volumes direkt auf sich selbst. Was genau bedeutet das? Zum letzten Backup wird ein delta angelegt, so daß z.B. die Datenbestände des letzten Arbeitstags in diesem Backup auf das Restore warten.
Und warum ist das jetzt so toll? Das kann doch bisher jedes einigermaßen anständige Dateisystem. Das Backup-Volume taucht in der Volume-List auf und ist mountbar. fs mkm /afs/.zelle/user/testuser/yesterday user.testuser.backup
Die Automatisierung dieses Prozesses geschieht über das folgende Kommando.
bos create server backuptestuser cron -cmd “/usr/bin/vos backupsys user.testuser -localauth” “03:00“
- server sollte der Volume-Server sein, auf dem das Volume user.testuser als RW-Instanz liegt.
- backuptestuser ist ein willkührlich gewählter Name für den Job.
- user.testuser ist der Name des zu sichernden Volumes.
- 03:00 ist die Uhrzeit. 03:00 ist 3am, 15:00 entspricht 3pm.
Der User kann jetzt direkt im Verzeichnis yesterday den Datenbestand einsehen und lesend nutzen. Backup-Volumes sind natürlich read-only.
fs lsmount yesterday zeigt übrigens an, daß es sich um ein Backup-Volume handelt.
‘yesterday’ is a mount point for volume ‘#user.testuser.backup’
Related:
on July 10th, 2008 at 23:52
Delta?
on July 17th, 2008 at 14:22
Delta bedeutet in diesem Zusammenhang, daß nur der “Unterschied” zwischen dem aktuellen Stand und der letzten Sicherung gespeichert wird. Werden also z.B. nur ein paar Dateien gelöscht, benötigt das delta (nahezu) keinen Speicherplatz. Werden einige Daten geändert, so sind beide Versionen der Dateien im AFS enthalten.
Jetzt klarer? Wenn nicht: ich bin immer offen für Fragen und Anregungen.