VMWare ESXi – VMs “clonen”
Wer mit dem “VMWare Virtual Infrastructure Client” in Verbindung mit VMWare’s ESXi arbeitet, wird eine Funktion vergeblich suchen: das Uebertragen von Maschinen auf andere ESXi-Host, genauso wie das Duplizieren von virtuellen Maschinen. Wer sich nicht vor einer SSH-Session fuerchtet, dem sei geholfen.
Hinweis: der nachfolgende Weg ist absolut unsupported (weder von VMWare noch von mir oder sonst irgendjemandem) und sollte nur dann gewaehlt werden wenn man an einem potentiellem Desaster schuld sein moechte. Ich hab Euch gewarnt!
Als ersten Schritt muessen wir dem ESXi einen SSH-Zugang beibringen. Dazu bitte ins Rechenzentrum fahren oder in den Server-Raum gehen und lokal an die Maschine setzen. Was huepsche gelb/schwarz eines VMWare-Hosts kann durch CTRL-ALT-F1 in eine Linux-Konsole verwandelt werden (naja, fast zumindest). Was man jetzt nicht sieht, ist der Login-Dialog. Bitte blind unsupported eintippen, gefolgt vom gewaehlten root-Passwort, sobald der ESXi dazu auffordert. Falls es nicht sofort klappt, einfach ein paar mal die Enter-Taste druecken und von vorne anfangen.
In der Datei /etc/inetd.conf das “#”-Zeichen vor dem SSH-Eintrag entfernen und speichern. Jetzt kommt Murphy in’s Spiel. Bei einigen meiner ESXi’s hat es gereicht die relevanten Dienste mittels /sbin/services.sh restart neu zu starten um den SSHd zu aktivieren, andere ESXi’s wollten komplett gebootet werden. Versucht einfach schlimmstenfalls beides.
Naechster Schritt: man nehme einen SSH-Client (schlimmstenfalls PuTTY) und versuche einen Connect als “root” auf Port 22 der Management-IP.
Im Verzeichnis /vmfs/volumes/datastore findet man nun das VMFS der virtuellen Maschinen, und kann sie per SCP auf andere ESX- und ESXi-Hosts uebertragen.
Interessant sind die VMDK-Files, denn hier sind die Konfigurationen sowie die virtuellen Platten versteckt. Die VMDK-Files einfach auf einen anderen Host kopieren und notfalls in der Maschinenname.VMDK die Pfade anpassen. Die restlichen Dateien sind fuer das Clonen nicht relevant und koennen getrost ignoriert werden. Sie werden bei Import der virtuellen Festplatte im Infrastructure Client neu angelegt.
That’s it.
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