sanfte Host-Migration mit IP Virtual Server
Problemstellung:
Ein recht umfangreiches Web-Projekt liegt auf einem einzelnen altersschwachen Server und soll auf die Web-Farm migriert werden. Der Umzug soll ohne nennenswerte Downtime erfolgen.
Hilfsmittel:
- IP Virtual Server als Load-Balancer
iptablesund böse Magie™- einen Dominik (sehr praktisch, jeder sollte einen haben!)
Herangehensweise:
In drei Schritten soll der Umzug stattfinden.
Die Ausgangslage ist folgende:

Die DNS-Einträge zeigen alle auf den alten Host, sowohl Web- als auch Datenbank-Server laufen normal und der freundliche Mitarbeiter kopiert den Datenbestand auf die Web-Farm.
Sobald die Daten kopiert sind, kommt die böse Magie™ ins Spiel, und dem Load-Balancer wird mittels iptalbes und ein paar NAT-Regeln erklärt, daß IP “neu” (neue DNS-Einträge werden auf diese IP zeigen) auf IP “alt” (die IP des alten Servers) ge-NAT-tet werden soll.
Ab diesem Moment ist es möglich das Web-Projekt sowohl unter IP “neu” als auch unter IP “alt” anzusprechen – also Zeit den DNS zu ändern. Zur Sicherheit warten wir jetzt einige Stunden, so daß selbst in schlecht konfigurierten DNS-Caches keine Einträge auf IP “alt” mehr vorhanden sind. Gute Zeit für Feierabend, oder? Wir machen morgen weiter …
… gut geschlafen? Rann an’s Werk! Wir sind noch nicht fertig.
Der freundliche Mitarbeiter kommt wieder ins Spiel, schaltet das Web-Projekt auf read-only und migriert die letzten deltas an Daten. Sobald das geschehen ist, kommt der nächste Schritt:
In dem Moment in dem die iptables-Regel entfernt wird, wandern keine Pakete mehr von IP “neu” auf den alten Host, und alle Anfragen werden durch den Load-Balancer auf die Web-Farm verteilt.
Zeit der alten Maschine ihren Frieden zu lassen.
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Danke – gut geschrieben.
Danke fuer das Feedback
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