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xmonad als Window Manager in Gnome

February 19th, 2011
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xmonad is a dynamically tiling X11 window manager that is written and configured in Haskell. In a normal WM, you spend half your time aligning and searching for windows. xmonad makes work easier, by automating this.

[Quelle: xmonad Wiki]

xmonad ist eine wunderbare Alternative zu Metacity, also dem eingebauten Window Manager von Gnome. Ob man den tiling-Ansatz nun mag oder nicht, als Gedankenstuetze zum Setup sowie die ersten Schritte gibt’s nun diesen Artikel.

Paket-Installation (per apt):
apt-get install xmonad libghc6-xmonad*

Paket-Installation (per yum):
yum install xmonad ghc-xmonad*

Umkonfiguration der Gnome Settings:
gconftool-2 -s /desktop/gnome/session/required_components/windowmanager xmonad --type string

Meine basis-Konfiguration gibt’s per git, git clone git://github.com/shl/xmonad.hs.git, abzuwerfen in ~/.xmonad/xmonad.hs. Der letzte Schritt benoetigt einen scharfen Gegenstand zum Kratzen und einen Filzstift, denn ab jetzt wird die Windows Taste [Meta] genannt. Das Umlabeln ist natuerlich kein notwendige Schritt um xmonad zu nutzen… :-) Eine Tabelle mit den Keyboard-Shortcuts gibt’s unten nochmal.

Um einzelne Applikationen auch weiterhin im float-Modus zu nutzen, ist in der Konfiguration entsprechendes zu hinterlegen:

1
2
3
myManageHook = composeAll [
              (className =? "Gnome-panel" < &&> title =? "Run Application") --> doFloat
              ]

Nach dem Login in Gnome sieht die Welt bisher noch genauso aus wie vorher:

[Meta]+[Return] oeffnet ein Terminal, und das direkt im Fullscreen:
Jede andere Anwendung wuerde ebenfalls direkt im Fullscreen gestartet werden.

Noch einmal [Meta]+[Return] oeffnet ein zweites Terminal, doch ab jetzt teilen sich beide Terminals die maximal verfuegbare Flaeche:

Ein drittes Terminal mit [Meta]+[Return] splittet den Screen in einen main-Teil und einen Teil fuer “den Rest™”:

Den main-Teil kann man mit [Meta]+[l] vergroessern und mit [Meta]+[h] verkleinern.

[Meta]+[Space] aendert die Anordnung der offenen Fenster. Ebenfalls kann mit [Meta]+[Space] das aktuelle Fenster in den Fullscreen geschoben werden.
Apropos Fenster-Wechsel: [Meta]+[j] und [Meta]+[k] wechseln das aktuelle Fenster. Am roten Rahmen kann man das aktuelle Fenster erkennen.

Den aktuellen Workspace von Gnome wechselt man mit [Meta]+[→] und [Meta]+[←]. Ebenfalls kann mit [Meta]+Zahl direkt auf einen Workspace gesprungen werden. Das aktuelle Fenster wird mit [Meta]+[Shift]+Zahl auf den anderen Workspace gebeamt.

Keyboard-Referenz: ([Meta] ist in meiner Konfiguration die Windows Taste)

Keyboard Shortcut Funktion
[Meta]+[Return] ein Terminal oeffnen
[Meta]+[Space] Fenster Anordnung wechseln
[Meta]+[h] main-Window verkleinern
[Meta]+[l] main-Window vergroessern
[Meta]+[j] und [Meta]+[k] aktives Fenster wechseln
[Meta]+[→] Workspace nach rechts wechseln
[Meta]+[←] Workspace nach links wechseln
[Meta]+[Shift]+[→] aktuelles Fenster auf Workspace nach rechts beamen
[Meta]+[Shift]+[←] aktuelles Fenster auf Workspace nach links beamen
[Meta]+[Shift]+Zahl aktuelles Fenster direkt auf einen anderen Workspace beamen
[Meta]+Zahl direkt zu einem Workspace springen
[Meta]+[p] “Run”-Dialog aufrufen

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VNC-Server in OpenSolaris nutzen

October 19th, 2010
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OpenSolaris enthaelt durch den Gnome Desktop einen integrierten VNC-Server. Leider hat sich ein Bug eingeschlichen, so dass ohne etwas Handarbeit bei dem aktuellen (und letzten) snv_134 Release VNC nicht nutzen laesst.

Fix:
pfexec inetadm -m /application/x11/xvnc-inetd exec="/usr/X11/bin/Xvnc -inetd -query localhost -once securitytypes=none -kb"
und
pfexec svcadm restart xvnc-inetd

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Zwei Wochen lang OpenSolaris

September 16th, 2008

Vor zwei Wochen hatte sich das NTFS auf meinem Thinkpad X60s zur Ruhe gesetzt und ich habe die Gelegenheit genutzt um – sozusagen als Projekt-Versuch – meinen Desktop auf OpenSolaris zu migrieren. Als Basis installierte ich 2008.05 von der Installations-CD und aktualisierte das System bis zum Stand snv_97.

Jetzt sind die zwei Wochen die ich mir selbst als Meilenstein gesetzt hatte vorbei und ich stehe vor einer Entscheidung: beibehalten oder doch wieder Windows auf das Thinkpad?

Hardware-Erkennung:
Die Hardware-Erkennung von OpenSolaris snv_97 ist fuer ein offenes System mit teilweise nur schlechten Treibern vorbildlich. Netzwerk-Connectivity war bereits out-of-the-box von 2008.05 ab vorhanden, sowohl Ethernet als auch wifi, und auch die Grafikkarte wurde wunderbar erkannt und unterstuetzt. Mit einem kleinen xrandr-Hack funktioniert der VGA-Ausgang wunderbar an meinem Samsung 24″ TFT. (Nebenbei: trotz “nur” VGA ein gestochen scharfes Bild)
Keine Unterstuetzung findet sich leider fuer die verbaute Sierra Wireless UMTS-Karte genauso wie fuer das Bluetooth-Modul. Das ist schade, aber ich kann damit leben. Mit etwas Schrauberei war auch die eingebaute Sound-Karte nutzbar. Der Akku haelt seit snv_97 etwas ueber 100 Minuten was durchaus eine gute Zeit ist. (In meinem Thinkpad ist der vier Zellen Akku verbaut – selbst mit Windows und “perfektem” ACPI-Support haelt er nur knapp ueber zwei Stunden)

Doch fangen wir mal vorne an: was hat mir gefallen, was hat mir nicht gefallen.

Positiv:
Wer mit Linux oder BSD-Flavors umgehen kann findet sich sehr schnell zurecht. Ein fuer mich sehr positiver Punkt ist die exzessive Nutzung des /opt-Verzeichnisses genauso wie die konsequente Nutzung von ZFS. ZFS ist sowieso einer der groessten Vorteile von (Open-)Solaris – zumindest in meinen Augen – da allein die Snapshot-Funktion ein Segen ist. Die Integration von ZFS-Snapshots in IPS sorgt fuer unabhaengige Boot-Environments und erleichtert das Upgraden bzw. auch das Downgraden ungemein.
dtrace habe ich mir nur sehr kurz angesehen, doch auch hier bin ich von dem enormen Potential begeistert. Meine ersten Geh-Versuche mit “ausgeliehenem” dtrace-Code verliefen durchaus positiv und ich habe innerhalb von recht kurzer Zeit einen schoenen Einblick in die Internas von OpenSolaris bekommen. Danke an die Blogger die dtrace-Code veroeffentlichen. Auch etwas zu kurz gekommen bei meinem Test war SMF. Die Service Management Facility verwaltet alle installierten Dienste und sorgt fuer die “selbst-Heilung” von Solaris-Hosts. Ein sehr schoenes Spielzeug.
Doch die Welt der Sonne hat nicht nur Vorteile…

Negativ:
Ich habe es bis heute nicht geschafft meinem vim Syntax-Highlighting beizubringen. Innerhalb einer screen-Session funktionierts, ausserhalb nicht. Ebenfalls habe ich mir am OpenAFS-Client die Zaehne ausgebissen. Mit genug Zeit-Einsatz sind beide Probleme sicherlich loesbar, doch fuer die taegliche Arbeit sind das eindeutig Negativ-Punkte.
Etwas unschoen ist, dass bei groesserer Last (und die entsteht spaetestens, wenn mein Feed-Reader loslegt) ohne erkennbaren Grund und ohne log-Eintraege X neu startet. Etwas doof, aber man gewoehnt sich an, noch regelmaessiger zu speichern. Wenn durch den X-Neustart der Prozess der die Last verursacht hat beendet wurde, kommt X wieder sauber hoch und begruesst mit einem Login-Screen. Falls nicht, hilft nur noch ein SSH auf die Kiste und der reboot-Befehl. In meinen Augen ist OpenSolaris noch “genug beta” um dieses Verhalten als unschoen aber nicht unbrauchbar abzuheften.
Ebenfalls unschoen ist die Tatsache, dass sich manche Prozesse etwas langsam “anfuehlen”. Was meine ich damit? Z.B. das Gnome-Terminal ist wunderbar schnell, perfekt nutzbar und macht sehr viel Spass. Im Gegensatz dazu ist xterm (selbst wenn es der einzige offene Prozess ist!) bei meinem Setup unbrauchbar langsam. Man kann den Zeichen zuguggen wie sie im Fenster gezeichnet werden. Arbeiten kann man so nicht, sorry.

Fazit:
Ich habe diese zwei Wochen genossen. Auf jeden Fall. Ein tolles Betriebssystem! Mit jedem Release wird OpenSolaris etwas nutzbarer und ich bin absolut sicher, dass es wieder mein Desktop wird – irgendwann. Doch bis z.B. der OpenAFS-Client nicht zur Zusammenarbeit ueberredet werden kann – das werde ich natuerlich in virtualisierten OpenSolaris-Umgebungen weiter verfolgen! – ist es fuer mich noch nicht Desktop-Ready. Hier muss sich natuerlich jeder selbst ein Bild machen.

Doch jetzt werde ich – leider – erstmal ein Backup meines Home-Verzeichnisses machen und danach die IBM-CDs durchlaufen lassen. Ich brauche einfach Zugang zum AFS. :-(

Und noch ein Gruss an die Entwickler bei SUN und der Community:
WEITER SO!
Das wird immer besser, ich vertraue da auf Euch!

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