connection reset by peer
Alt, aber hilft mit guter Laune durch jeden IOS Bug.
Als ich neulich meinen WRT54g in Rente geschickt habe, ist mir aufgefallen, daß die Time Capsule ziemlich gut mit IPv6 umgehen kann.
Die Time Capsule beherrscht hierbei drei verschiedene IPv6-Modi:
fe80::-Adresse gebunden, und Kommunikation per IPv6 ist nur innerhalb des LANs möglichWer beim Thema Tunnel lieber selbst Hand anlegen möchte, oder zumindest kontrollieren möchte wo sein IPv6 Upstream her kommt, auch dem sei geholfen:
Wird die Konfiguration einfach auf Automatik belassen, bekommt man ein /64-Prefix frei Haus mit genau keinem Aufwand.
Die Time Capsule verfügt sogar über eine rudimentäre Firewall:
Sinnvoll finde ich persönlich in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, teredo-Tunnel zu unterbinden, und damit das IPv6-Routing nicht unnötig zu verkomplifizieren, wenn durch die Time Capsule schon halbwegs nativer Upstream besteht.
Zur besseren Übersicht – wenn ich meine Logs richtig interpretiere wird zu viel nach der Thematik gesucht – hier meine drei Artikel zum Thema IPv6 auf Clients aktivieren nochmals als Übersicht:
Vielleicht erspare ich so dem ein oder anderen Besucher die Suche.
Linux, MacOS X – bleibt ja eigentlich nur noch Windows.
Teredo ist bei Vista bereits installiert, jedoch abgeschaltet. Bei Windows XP muß der Dienst erst installiert werden, aber das ist auch kein Problem und die zwei Minuten sind weiterhin schaffbar.
Der Weg auf Windows XP:
ipv6 install
netsh interface ipv6
set teredo type=client
Der Weg auf Vista und Windows 7 (nicht getestet):
netsh interface ipv6
set teredo type=client
Auf MacOS X ist über Teredo IPv6 in zwei Minuten schaffbar. Wie sieht’s mit Linux aus?
The Teredo IPv6 tunneling protocol encapsulates IPv6 packets into UDP/IPv4 datagrams, to allow hosts behind NAT devices to access the IPv6 Internet.
Miredo is a Teredo client (as per RFC 4380): it can provide IPv6 connectivity to a dual-stack IPv6/IPv4 host even if it is located behind a NAT. It can also operate as a Teredo relay which forwards IPv6 packets between the IPv6 Internet and remote Teredo clients.
Miredo wird auf debianoiden Systemen per apt-get installiert und ist sofort nutzbar.
apt-get install miredo
Keine Konfiguration notwendig. Das schafft man in deutlich unter zwei Minuten
% ip ad sh teredo 5: teredo:mtu 1280 qdisc pfifo_fast state UNKNOWN qlen 500 link/[65534] inet6 2001:f:53aa:erfg:3447:asdf:261c:b068/32 scope global valid_lft forever preferred_lft forever inet6 fe80::ffff:ffff:ffff/64 scope link valid_lft forever preferred_lft forever
IPv6 in zwei Minuten … auf die Plätze … fertig … los!
Schritt 1: Download von teredo für OSX
Schritt 2: Installation des Pakets
Schritt 3: IPv6 genießen
Ok – etwas ausführlicher:
Teredo is a tunneling protocol designed to grant IPv6 connectivity to nodes that are located behind IPv6-unaware NAT devices. It defines a way of encapsulating IPv6 packets within IPv4 UDP datagrams that can be routed through NAT devices and on the IPv4 internet.
[Quelle: wikipedia]
Miredo is an open-source Teredo IPv6 tunneling software, for Linux and the BSD operating systems. It includes functional implementations of all components of the Teredo specification (client, relay and server). It is meant to provide IPv6 connectivity even from behind NAT devices.
[Quelle: miredo]
Miredo is an open-source (GPL) user-space teredo implementation for linux and BSD. Someone went thru the effort to get miredo to work on MacOS X, but setting it up is not something your average joe can accomplish. What is needed is an installer package.
[Quelle: miredo für OSX]
Die Konfiguration ist denkbar simpel – unter den System Preferences erscheint ein weiterer Menüpunkt, dem man aber in der Grund-Konfiguration keine Beachtung schenken muß. IPv6 ist direkt verfügbar.
Das reelle Interface wird dabei gar nicht angefasst.
% ifconfig en1 en1: flags=8863mtu 1500 inet6 fe80::987:6cff:ffff:ghij%en1 prefixlen 64 scopeid 0x5 inet 172.XX.YY.ZZZ netmask 0xffffff00 broadcast 172.XX.YY.255 ether 00:23:de:ad:be:ef media: autoselect status: active supported media: autoselect
Stattdessen wird ein tun-Interface konfiguriert.
% ifconfig tun0 tun0: flags=88d1mtu 1280 inet6 fe80::xxx:dfff:dddd:eeee%tun0 prefixlen 64 scopeid 0x8 inet6 fe80::ffff:ffff:ffff%tun0 prefixlen 64 scopeid 0x8 inet6 2001::53aa:ffff:0:eeee:g:87e1 prefixlen 32 open (pid 89724)
Danke an Michael für den Fingerzeig!
Es freut mich berichten zu können, daß Interdose nun über einen nativen IPv6 Upstream verfügt.
Bis diese Technologie auf unsere Projekte und unsere Kunden ausgerollt wird vergeht allerdings noch etwas Zeit.