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Zwei Wochen lang OpenSolaris

Posted in Software Empfehlungen, Sonnenaufgang, Thinkpad by Sebastian on the September 16th, 2008

Vor zwei Wochen hatte sich das NTFS auf meinem Thinkpad X60s zur Ruhe gesetzt und ich habe die Gelegenheit genutzt um - sozusagen als Projekt-Versuch - meinen Desktop auf OpenSolaris zu migrieren. Als Basis installierte ich 2008.05 von der Installations-CD und aktualisierte das System bis zum Stand snv_97.

Jetzt sind die zwei Wochen die ich mir selbst als Meilenstein gesetzt hatte vorbei und ich stehe vor einer Entscheidung: beibehalten oder doch wieder Windows auf das Thinkpad?

Hardware-Erkennung:
Die Hardware-Erkennung von OpenSolaris snv_97 ist fuer ein offenes System mit teilweise nur schlechten Treibern vorbildlich. Netzwerk-Connectivity war bereits out-of-the-box von 2008.05 ab vorhanden, sowohl Ethernet als auch wifi, und auch die Grafikkarte wurde wunderbar erkannt und unterstuetzt. Mit einem kleinen xrandr-Hack funktioniert der VGA-Ausgang wunderbar an meinem Samsung 24″ TFT. (Nebenbei: trotz “nur” VGA ein gestochen scharfes Bild)
Keine Unterstuetzung findet sich leider fuer die verbaute Sierra Wireless UMTS-Karte genauso wie fuer das Bluetooth-Modul. Das ist schade, aber ich kann damit leben. Mit etwas Schrauberei war auch die eingebaute Sound-Karte nutzbar. Der Akku haelt seit snv_97 etwas ueber 100 Minuten was durchaus eine gute Zeit ist. (In meinem Thinkpad ist der vier Zellen Akku verbaut - selbst mit Windows und “perfektem” ACPI-Support haelt er nur knapp ueber zwei Stunden)

Doch fangen wir mal vorne an: was hat mir gefallen, was hat mir nicht gefallen.

Positiv:
Wer mit Linux oder BSD-Flavors umgehen kann findet sich sehr schnell zurecht. Ein fuer mich sehr positiver Punkt ist die exzessive Nutzung des /opt-Verzeichnisses genauso wie die konsequente Nutzung von ZFS. ZFS ist sowieso einer der groessten Vorteile von (Open-)Solaris - zumindest in meinen Augen - da allein die Snapshot-Funktion ein Segen ist. Die Integration von ZFS-Snapshots in IPS sorgt fuer unabhaengige Boot-Environments und erleichtert das Upgraden bzw. auch das Downgraden ungemein.
dtrace habe ich mir nur sehr kurz angesehen, doch auch hier bin ich von dem enormen Potential begeistert. Meine ersten Geh-Versuche mit “ausgeliehenem” dtrace-Code verliefen durchaus positiv und ich habe innerhalb von recht kurzer Zeit einen schoenen Einblick in die Internas von OpenSolaris bekommen. Danke an die Blogger die dtrace-Code veroeffentlichen. Auch etwas zu kurz gekommen bei meinem Test war SMF. Die Service Management Facility verwaltet alle installierten Dienste und sorgt fuer die “selbst-Heilung” von Solaris-Hosts. Ein sehr schoenes Spielzeug.
Doch die Welt der Sonne hat nicht nur Vorteile…

Negativ:
Ich habe es bis heute nicht geschafft meinem vim Syntax-Highlighting beizubringen. Innerhalb einer screen-Session funktionierts, ausserhalb nicht. Ebenfalls habe ich mir am OpenAFS-Client die Zaehne ausgebissen. Mit genug Zeit-Einsatz sind beide Probleme sicherlich loesbar, doch fuer die taegliche Arbeit sind das eindeutig Negativ-Punkte.
Etwas unschoen ist, dass bei groesserer Last (und die entsteht spaetestens, wenn mein Feed-Reader loslegt) ohne erkennbaren Grund und ohne log-Eintraege X neu startet. Etwas doof, aber man gewoehnt sich an, noch regelmaessiger zu speichern. Wenn durch den X-Neustart der Prozess der die Last verursacht hat beendet wurde, kommt X wieder sauber hoch und begruesst mit einem Login-Screen. Falls nicht, hilft nur noch ein SSH auf die Kiste und der reboot-Befehl. In meinen Augen ist OpenSolaris noch “genug beta” um dieses Verhalten als unschoen aber nicht unbrauchbar abzuheften.
Ebenfalls unschoen ist die Tatsache, dass sich manche Prozesse etwas langsam “anfuehlen”. Was meine ich damit? Z.B. das Gnome-Terminal ist wunderbar schnell, perfekt nutzbar und macht sehr viel Spass. Im Gegensatz dazu ist xterm (selbst wenn es der einzige offene Prozess ist!) bei meinem Setup unbrauchbar langsam. Man kann den Zeichen zuguggen wie sie im Fenster gezeichnet werden. Arbeiten kann man so nicht, sorry.

Fazit:
Ich habe diese zwei Wochen genossen. Auf jeden Fall. Ein tolles Betriebssystem! Mit jedem Release wird OpenSolaris etwas nutzbarer und ich bin absolut sicher, dass es wieder mein Desktop wird - irgendwann. Doch bis z.B. der OpenAFS-Client nicht zur Zusammenarbeit ueberredet werden kann - das werde ich natuerlich in virtualisierten OpenSolaris-Umgebungen weiter verfolgen! - ist es fuer mich noch nicht Desktop-Ready. Hier muss sich natuerlich jeder selbst ein Bild machen.

Doch jetzt werde ich - leider - erstmal ein Backup meines Home-Verzeichnisses machen und danach die IBM-CDs durchlaufen lassen. Ich brauche einfach Zugang zum AFS. :-(

Und noch ein Gruss an die Entwickler bei SUN und der Community:
WEITER SO!
Das wird immer besser, ich vertraue da auf Euch!

SSH auf dem iPhone

Posted in Software Empfehlungen, iPhone by Sebastian on the August 25th, 2008

Für € 3,99 bietet Zwingersoft im iTunes-Store einen SSH-Client für das iPhone an.

Der Funktionsumfang kann sich durchaus sehen lassen, und die Bedienung ist denkbar einfach.

  • Portrait and landscape mode
  • 53×24 in portait mode, 80×24 in landscape mode
  • Scroll-back buffer (by swiping in right 1/3rd of screen)
  • Arrow keys (by swiping in left 2/3rd of screen).
  • Ctrl, tab, shift, and Fn keys, all in combination.
  • Store any number of connections and configurations
  • Command execution on connection
  • Can dismiss keyboard by tapping keyboard icon
  • Via EDGE, WiFi or 3G
  • Key generation storage and exchange
  • Additional keys in landscape mode, specifically “ESC” and “Alt”
  • Multiple concurrent connections
  • Active connection list
  • Option to store password and server port

Für den Preis absolut empfehlenswert - außerdem verleiht man dem iPhone damit endlich eine Funktionalität, die mein 9500er schon vor Jahren hatte.

AFS-Commander für MacOS X

Posted in AFS & openAFS, Obstkorb, Software Empfehlungen by Sebastian on the July 29th, 2008

Der Client für OpenAFS auf MacOS X verhält sich nicht wie man es von einem Mac-Programm erwartet. Er funktioniert zwar wunderbar, dennoch ist er für Apple-Verhältnisse “ungewohnt” zu konfigurieren.

\"Tokens\"-Übersicht des AFS-Commanders

Abhilfe schafft hier der AFS-Commander der sich mit aller nötigen Funktionalität in die System Preferences einhängt und den Client sehr angenehm konfigurieren läßt.

AFS-Commander is the development version Apple OSX AFS Preference Pane, made for simplify the AFS client administration and usability.

Auf meinem 10.5.4 läuft AFS-Commander wunderbar und konfiguriert den Client 1.4.7 wunderbar.

\"CellServDB\"-Übersicht des AFS-Commanders

Ein besonders angenehmes Feature ist das automatische Anmelden am AFS. Kein “Gedängel” bis es geht, einfach die Funktion einschalten und AFS-Commander übernimmt den Rest.

\"Parameters\"-Übersicht des AFS-Commanders

Der AFS-Commander steht zum Download bereit:
lnf.infn.it/~bisegni/Main/AFS-Commander

Solaris 10 5/08 ready for download

Posted in Software Empfehlungen, Sonnenaufgang by Sebastian on the April 16th, 2008

Seit heute ist der Download von Solaris 10 5/08 möglich. Solaris 10 5/08 enthält natürlich auch wieder ZFS.

Der Download ist denkbar einfach. Nach der kostenfreien und unproblematischen Registrierung erhält der fröhlich gestimmte Downloader eine Reihe von binär-Dateien, die nach dem unzippen zu einem oder mehreren ISOs zusammen gefasst werden müssen.

cat dvd-iso-a dvd-iso-b > dvd.iso oder auf Windows copy /b dvd-iso-a + dvd-iso-b dvd.iso

Ebenso sind natürlich die Media Kits ab dem 28.04.2008 bestellbar.

May I introduce: tools.interdose.com

Posted in Software Empfehlungen, SysAdmin by Sebastian on the June 18th, 2007

Dominik hat das Wochenende mit einem kleinen Projekt von uns verbracht, woran jeder Admin seine Freude haben wird könnte.

Oft sind es die kleinen Tools, die die tägliche Arbeit mit dem Computer leichter machen.

Was bisher schon läuft:

Geplant ist noch mehr, vor allem schwebt es mir noch vor dem Ganzen IPv6 bei zu bringen. Expect more to .com! ;-)